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Die 4 häufigsten Yoga-Stile: Ein kleiner Leitfaden

Yoga ist nicht gleich Yoga und die Praxis auf der Matte kann, je nachdem wo du übst, extrem unterschiedlich ausfallen. Von ruhig und meditativ bis hin zu kraftvoll und dynamisch, von sportlich-schweißtreibend bis spirituell: Während Yoga sich immer weiter in der Welt verbreitete, sind unzählige Yogastile aus den traditionellen Praktiken hervorgegangen. Hier ein kleiner Überblick über die wichtigsten Stile, Ihre Unterschiede und Vorteile.

STÄRKT UND ENTSPANNT DEN KÖRPER

BERUHIGT DEN GEIST

GANZHEITLICHER ANSATZ

URSPRÜNGLICHE PRAXIS

Hatha Yoga: Die Mutter-Disziplin

Die Definition von Hatha Yoga ist nicht ganz einfach. Denn einerseits ist Hatha Yoga der Überbegriff für die meisten physisch praktizierten Stile, die heute geübt werden - seine Prinzipien wirst du in den meisten anderen Yoga-Arten wie Vinyasa, Yin oder Ashtanga Yoga wieder finden. Andererseits hat es sich als eigenständiger Stil weiterentwickelt und wird als solcher bis heute geübt. Wörtlich bedeutet “Ha” Sonne und “Tha” Mond; “Yoga” bedeutet so viel wie “Einheit”.

Hatha Yoga ist im übertragenen Sinn also die Praxis der Vereinigung und Balance von gegensätzlichen Energien in uns selbst - Sonne und Mond, aktiv und passiv, männlich und weiblich, yang und yin - was wiederum zu Erleuchtung führt. Bezogen wird sich dabei auf Anleitungen aus der Hatha Yoga Pradipika, einer Schrift aus dem 14. Jahrhundert. Wenn du in eine klassische Hatha Yoga Stunde gehst, kannst du eine langsame, aber intensive Asanapraxis - die Körperübungen auf der Matte - genauso wie Atemübungen (Pranayama), Reinigungsübungen (Kriyas) und meditative Elemente erwarten.

  • TRADITIONELLER ANSATZ
  • LANGSAME, INTESIVE KÖRPERLICHE PRAXIS (ASANAS)
  • ENERGIEARBEIT MIT ATEM, REINIGUNGSÜBUNGEN & MEDITATION
  • GRUNDLAGENTEXT: HATHA YOGA PRADIPIKA

Hot Yoga oder Bikram Yoga: Yoga im heissen Raum

Bei diesem Yogastil werden die Übungsräume auf ca. 35 bis 42°C aufgeheizt, sodass die Yogis ziemlich ins Schwitzen kommen. Ziel ist es, die Gelenke und Muskeln durch die erhöhte Temperatur geschmeidig zu machen, den Kreislauf in Schwung zu bringen und den Körper so beim Entgiften zu unterstützen.

Bikram Yoga im Speziellen ist benannt nach dem Inder Bikram Chodhury, der diese Disziplin im Westen verbreitete: Hier wird immer eine feste Abfolge aus 26 Haltungen geübt. Der allgemeinere Begriff “Hot Yoga” vereint alle Yoga-Arten, die in hochgeheizten Räumen stattfinden. Meistens sind dies Abwandlungen der Bikram-Serie oder sanfte Flow-Sequenzen. Wenn du in eine solche Yogastunde gehst, solltest du dich auf eine sportliche Praxis mit viel Schweiß einstellen. Unbedingt mitbringen: Wasserflasche und rutschfeste Unterlage!

  • PHYSISCH ANSPRUCHSVOLL & SCHWEISSTREIBEND
  • RAUMTEPERATUR CA. 35-42°C
  • BIKRAM YOGA: FESTE ÜBUNGSFOLGE
  • EHER OHNE SPIRITUELLE ELEMENTE

Vinyasa Yoga: Atem trifft Bewegung

Unter Vinyasa Yoga oder Flow Yoga versteht man alle Yogastile, bei denen eine dynamische Abfolge von Haltungen in der Verbindung mit der Atmung geübt wird - Paradebeispiel für eine solche Abfolge sind Sonnengrüße. Jeder Atemzug wird hier mit einer bestimmten Bewegung verknüpft. Das bedeutet natürlich nicht, dass man in einer Yogastunde gar nicht länger als einen Atemzug in einer Haltung bleibt. Jedoch wird viel Wert auf die Sequenz und die Übergänge zwischen den Haltungen gelegt.

Dabei kann die Ausprägung der Praxis ganz unterschiedlich ausfallen: vom sanften Flow mit Hatha-Yoga-Elementen über tänzerisch oder Fitness-inspiriert bis zu sehr dynamisch, schnell und schweißtreibend. Die Mutter des Vinyasa ist das klassische Ashtanga Yoga nach Patthabi Jois.

  • VERKNÜPFUNG VON ATEM UND BEWEGUNG
  • AUCH BEKANNT ALS FLOW YOGA
  • DYNAMISCH BIS SCCHWEISSTREIBEND
  • MIT ODER OHNE SPIRITUELLE ELEMENTE

Kundalini Yoga: das Yoga der Energie

In unseren Breiten wird der Begriff “Kundalini Yoga” meist mit der Kundalini-Yoga-Tradition nach Yogi Bhajan gleichgesetzt. Dieser indische Meister war es, der im 20. Jahrhundert die bis dato geheime Lehre in der westlichen Welt verbreitete. “Kundalini” steht in der Yogaphilosophie allgemein für die Energie in uns und wird meist als Schlange dargestellt, die zusammengerollt am unteren Ende der Wirbelsäule schlummert. Ziel ist es, diese Energie zu lenken, zu bündeln und nach oben zu schicken, um Erleuchtung bzw. Einheit zu erfahren. Kundalini Yoga ist also das Yoga der Energie.

In Kundalini-Yogastunden nach Yogi Bhajan werden vorgegebenen Abfolgen (Kriyas) von Haltungen, Mantren und Atemübungen geübt. Diese sollen helfen, die Energie für bestimmte Zwecke zu nutzen, z.B. Reinigung, mehr Fülle im Leben, Herzöffnung etc. Häufig tragen Kundalini-Yogis weiße Kleidung und einen Turban.

  • SPIRITUELLE, ESOTERISCHE PRAXIS
  • FOKUS AUF ENERGIELENKUNG
  • KANN KÖRPERLICH UND MENTAL SEHR ANSTRENGENDE SEIN
  • YOGI BHAJAN ALS HAUPTVERTRETER IM WESTEN